Walderlebnispfad


Walderlebnispfad


Langfristiges, übergeordnetes Ziel ist eine Bewusstseinsänderung, das Wald und Forstwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Daseinsvorsorge des Menschen leistet. Gleichzeitig soll umweltbewusstes Handeln gefördert werden. Wenn man davon ausgeht, dass primär Emotionen handlungsbestimmend sind, muss eine emotionale Bereitschaft zu Auseinandersetzung mit dem Wald geschaffen werden. Nur wer den Wald liebt, kann ihn vermissen und wird eine vernünftiges Verhältnis zu seiner Nutzung entwickeln.

Das Wissen um die Notwendigkeit einer intakten Umwelt reicht nicht aus, wenn daraus nicht eine subjektive Betroffenheit resultiert. Ein moralisierender Umgang mit den Themen Natur, Umwelt und Umweltschutz führt zwar zu schlechtem Gewissen, aber nicht unbedingt zu einem verantwortungsvollen Umgang. Ziel ist es also, Interesse für den Wald und seine Nutzung als wesentlichen Bestandteil des eigenen Lebens und notwendigen Bestandteil für das eigene Wohlbefinden lustvoll mit allen Sinnen erfahrbar zu machen.

Dabei stellt der Walderlebnispfad affektive Ziele in den Vordergrund. Der Zugang zum Wald soll primär durch Sinneseinsatz und Körpererfahrung eröffnet werden. Da zu umweltbewusstem Handeln neben der Bereitschaft zum Schutz und der Nutzung der Natur (affektiver Bereich) auch das Wissenb um Fakten und Zusammenhänge gehört (kognitiver Bereich) hat Informationsvermittlung durchaus ihren Stellenwert. Es sollen jedoch aufgrund des erlebnis- und erfahrungsbezogenen Ansatzes keine zu komplexen Inhalte vermittelt werden. Die Inhalte sind immer auf konkret Erfahrbares bezogen sein bzw. Erfahrungen initiieren.

Am 05. Juni 2004 wurde nach langer Planungs- und Bauphase der Walderlebnispfad offiziell eingeweiht.
Die Idee, die Natur für Groß und Klein begreifbar und vor allem erklärbar zu machen, hatte Oberforstrat Adalbert Koch im April 2001. Der ca. 2,5 km Rundweg zum Parmberg war hierfür wie geschaffen. Ein Jahr später suchte die Ortsgestaltung Paten für die neun einzelnen Stationen, welche auch im Martinswerk, Schützenverein, MGV und vier Kegelvereinen gefunden wurden. Beim Bau wurde den Vereinen völlig freie Hand gelassen, die Materialkosten übernahm in voller Höhe die Ortsgestaltung. Die Pflege und Instandsetzung obliegt wiederum bei den Paten.